Was ist wissenschaftsbasierte Hörakustik?
Wissenschaftsbasierte Hörakustik beruht auf Forschungsergebnissen in den Bereichen Audiologie, Psychoakustik, Elektroakustik und weiteren fachverwandten Disziplinen. Gewonnene wissenschaftliche Erkenntnisse und Forschungsergebnisse werden in die Praxis der Hörakustik transferiert, um die bestmögliche Hörversorgung für Menschen mit Hörbeeinträchtigungen nach aktuellem wissenschaftlichen Status quo zu gewährleisten. Das umfasst auch die Erforschung neuer Technologien und Behandlungsansätze, um den individuellen Bedürfnissen von Menschen mit Hörverlust gerecht zu werden.
Darüber hinaus spielt die wissenschaftsbasierte Hörakustik eine wichtige Rolle bei der Beratung und Aufklärung von Menschen mit Hörbeeinträchtigung. Der Ansatz beinhalte eine detaillierte Besprechung der individuellen Hörbedürfnisse sowie der verfügbaren Behandlungsoptionen. Hörakustiker und Audiologen, die auf wissenschaftlicher Basis arbeiten, sind bestrebt, ihre Patienten umfassend und ganzheitlich zu informieren und ihnen dabei zu helfen, selbstbestimmt fundierte Entscheidungen über ihre Hörversorgung zu treffen.
Zusammenfassend zielt die wissenschaftsbasierte Hörakustik darauf ab, die bestmögliche Hörversorgung zu bieten, indem sie aktuelle Forschungsergebnisse und evidenzbasierte Praktiken anwendet. Dies ermöglicht es den Menschen mit Hörbeeinträchtigungen, gemäß individueller Bedürfnisse, ihre Hörsituation zu verbessern und eine optimale Kommunikation und Teilhabe am sozialen Leben zu erreichen.
Der wissenschaftliche Hörakustiker?
Bis hierher mag das alles sehr komplex, vielleicht sogar akademisch klingen. Vielleicht stellen Sie sich auch die Frage, ob diese Arbeitsweise überhaupt zu einem handwerklichen Beruf wie dem des Hörakustikers passt. Oder Sie fragen sich, ob Sie als Akustiker so überhaupt auf diese Weise arbeiten möchten. Immerhin verkaufen sich Hörgeräte bis dato mit einem vergleichsweise niedrigen Dienstleistungsaufwand.
Vielleicht ist Ihr erster Gedanke aber auch: „Ich bin Akustiker*in und kein Akademiker*in“. Die gute Nachricht ist: Kein*e Akustiker*in muss zum / zur Akademiker*in werden, um wissenschaftsbasiert zu arbeiten. Vielmehr muss die Wissenschaft sich in der hörakustischen Praxis bedarfsgerecht einfügen. Forschungsergebnisse sind in erster Linie dann wertvoll, wenn sie auch in die Praxis überführt werden können und dort dazu beitragen, dass bessere Versorgungswege entstehen.
Ansatzpunkte für wissenschaftsbasiertes Arbeiten im Alltag des Hörakustikers
Vielleicht fragen Sie sich jetzt, wie sich diese Arbeitsweise umsetzen lässt und zu welchem Zeitpunkt der Hörversorgung sie relevant sein kann. Im Grunde genommen gibt es zu jedem Zeitpunkt der Versorgung Ansatzpunkte, wo wissenschaftliche Erkenntnisse praktisch genutzt und angewendet werden können. Vor der praktischen Umsetzung steht jedoch das Bewusstsein, dass eine Versorgung mit apparativen Maßnahmen wie Hörgeräten meist nicht ausreicht, um hörbeeinträchtigten Menschen eine zufriedenstellende Versorgung zu ermöglichen.
Das ist ganz klar im Bereich der CI-Versorgung zu sehen. Dort ist eine apparative Versorgung ohne anschließende Rehabilitationsmaßnahme in Form von Hörtherapie nicht denkbar. Diese zielen in erster Linie darauf ab, das Gehirn mit den neu gewonnenen Höreindrücken vertraut zu machen. Im Allgemeinen ist dies Hörakustiker*innen bewusst und für sie selbstverständlich. Wieso gehen dann jedoch die meisten davon aus, bei einer Hörgeräteversorgung wäre das anders?
Auch Betroffene, die leicht- bis mittelgradige Höreinschränkungen haben, leiden meist unter einer fehlenden Lautstärkeakzeptanz und einer eingeschränkten Hörfilterleistung. Peripheres und zentrales Hören sind nicht mehr optimal aufeinander abgestimmt und müssen mit Hilfe einer Hörtherapie erneut synchronisiert werden, wenn das Potenzial der Hörgerätetechnik wieder voll ausgeschöpft werden soll. Es gilt also, die Hörbeeinträchtigung nicht nur auf die Versorgung der Ohren zu begrenzen. Denn von einem Hörverlust sind nicht nur die Ohren betroffen, sondern vor allem auch die Hörverarbeitung im Gehirn.
Die ganzheitliche Methodik der terzo®Gehörtherapie integriert aus diesem Grund bereits seit mehr als 15 Jahren die wissenschaftsbasierte Hörakustik in den Praxisalltag und passt sich stetig neuen Erkenntnissen an – basierend auf externen Studienergebnissen, aber auch auf eigenen Forschungsarbeiten zur terzo®Gehörtherapie. Im Folgenden finden Sie Beispiele zur praktischen Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse.
Aus der Forschung in die Praxis
Aufklärung und Informationsvermittlung
Aus der Forschung: Jede*r rat- und hilfesuchende Kunde/Kundin sollte grundlegend über sein/ihr „Krankheitsbild“ Bescheid wissen und darüber umfassend informiert werden. Wobei es hier weniger um die Beratung über die neuesten Hörgerätetechniken, als vielmehr um eine fundierte Aufklärung geht: Wie entsteht eine Hörbeeinträchtigung? Welche Auswirkungen hat das? Und vor allem: Was kann zielführend dagegen getan werden?
Mediziner und Psychologen sprechen von Counseling (Beratung). Counseling wird dort gezielt genutzt, um Patienten grundlegendes Wissen über ein Krankheitsbild und Verständnis für die bestehende Situation zu vermitteln. Im Bereich der Hörgesundheit spielt es vor allem bei der Behandlung von Tinnitus-Betroffenen eine große Rolle.
Unter Counseling wird die fokussierte Weitergabe von Expertenwissen in Form von Informationen und Verhaltensinstruktionen verstanden [1]. Ziel ist es, mangelnde oder fehlende Informationen auszugleichen, um keine falschen Überzeugungen aufkommen zu lassen. Counseling ist eine professionelle Beratung, um Problemlösungs- und Veränderungsprozesse zu unterstützen und zu begleiten [2]. Gerade bei der Erstanpassung von Hörsystemen ist eine genaue Aufklärung darüber, wie Hören funktioniert, sehr wichtig. Ebenso muss erklärt werden, was ein Hörgerät leisten kann, aber auch, was es nicht kann [3].
Wer sollte darüber besser aufklären können als der/die Hörakustiker*in?
…In die Praxis: Um eine fundierte Informationsvermittlung und Aufklärung leisten zu können, ist es wichtig, sich ausreichend Zeit und Ruhe für den Ersttermin zu nehmen. Planen Sie dabei für Erklärungen jeweils einen Zeitrahmen von maximal 15 Minuten ein, um die Aufmerksamkeitsspanne des Gegenübers nicht überzustrapazieren. Ihr*e Kund*in könnte sonst gedanklich abschweifen.
Unterstützend dabei ist ein immer gleicher strukturierter Ablauf, der festlegt, welche Informationen dem Kunden vermittelt werden sollen. Unterstützen Sie Ihre Erläuterungen visuell, indem Sie z.B. etwas aufzeichnen oder am Modell-Ohr zeigen. Auch ein standardisierter Foliensatz, welcher die wichtigsten Informationen abbildet, kann genutzt werden.
Im Rahmen des Erstgespräches zur terzo®Gehörtherapie arbeiten terzo-Zentren mit speziellen Folien, die einen roten Leitfaden vorgeben. Gleichzeitig lassen sie dem/der Akustiker*in genügend Spielraum für individuelle Erläuterungen. So kann jede*r Kund*in strukturiert und gleichzeitig angepasst an seine / ihre aktuelle Situation ganzheitlich beraten werden.
Ihr Vorteil: Betroffene, die ausführlich über ihre Hörsituation informiert werden und eine realistische Erwartungshaltung gegenüber dem Nutzen von Hörgeräten, sowie ein Bewusstsein für die eigene Hörsituation haben, sind optimale Partner für eine gute Zusammenarbeit. Denn nur wer sich seiner (Hör-)Situation bewusst ist, zeigt auch Änderungsbereitschaft. Es fällt mitunter leichter, die Erwartungshaltung an die Hörgeräteversorgung, aber auch die Wünsche und Ziele zusammen mit dem Kunden realistisch einzuordnen. Das strukturierte Vorgehen gibt Sicherheit, eine (Beratungs-)Routine wird entwickelt, die ein souveränes Auftreten stärkt. Gut informierte Kund*innen haben eine positive Grundhaltung und folgen gerne den Empfehlungen ihres/ihrer Hörakustikers / Hörakustikerin.
Motivation führt zur Änderungsbereitschaft
Aus der Forschung: Eine der wichtigsten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Hörgeräteanpassung sind die Motivation und Änderungsbereitschaft des / der Betroffenen [4]. Dafür ist es unerlässlich, dass Kund*innen verstehen, warum eine Maßnahme sinnvoll ist und welche Vorteile diese bietet. Voraussetzung Basis hierfür ist eine fundierte Information und Aufklärung.
Weiterhin sollten Kund*innen immer in das Tun des / der Akustikers / Akustikerin einbezogen werden und vor allem selbst aktiv an der Lösung der Hörproblematik mitwirken. Die Kundenzufriedenheit und die Wahrnehmung der Vorteile der Hörsysteme hängen maßgeblich davon ab, wie stark Kund*innen in die Hörgeräteversorgung eingebunden werden [5].
…In die Praxis: Kund*innen können am besten über ein Hörtraining in den Versorgungsprozess eingebunden werden und aktiv an einer Verbesserung ihrer Hörsituation mitarbeiten. Es ist längst bekannt, dass Patient*innen, die selbst zu ihrer Genesung beitragen, bessere Erfolge erzielen und insgesamt zufriedener mit ihrer Therapie sind [6]. Weiterhin hat ein Hörtraining den Vorteil, dass auch das hörentwöhnte Gehirn mit in die Versorgung eingebunden wird.
Ihr Vorteil: Für den/die Hörakustiker*in bedeutet das ressourcenschonendes Arbeiten, weil die Versorgung zum Jobsharing wird. Häufige, langwierige Termine mit ständigem Nachjustieren entfallen. Der / Die Hörakustiker*in kümmert sich um die individuell beste Hörgeräteanpassung, der / die Kunde/Kundin um die Rehabilitation seiner / ihrer Hörverarbeitung. Das spart Zeit und Nerven und schafft freie Kapazitäten für weitere Kunden.
Wissenschaftlich untersuchtes Hörtraining
…Aus der Forschung: Mittlerweile existiert eine Flut an Hörtrainingsmaßnahmen, die dem/der Akustiker*in zur Verfügung stehen. Viele davon nehmen für sich in Anspruch, wissenschaftlich fundiert und auf Wirksamkeit untersucht worden zu sein. Allerdings ist bisher keine dieser Maßnahmen, mit Ausnahme der terzo®Gehörtherapie, am Kundennutzen orientiert auf Wirksamkeit untersucht worden.
Was im Akustikfachgeschäft jedoch die größte Relevanz haben sollte, ist die Frage: Wie trägt ein Verfahren zur Verbesserung des Sprachverstehens in Ruhe und vor allem im Störlärm bei? Und zum anderen: Welche Wirkung hat die Methode auf die Tinnitus-Belastung? Die meisten Kund*innen kommen vor allem, weil sie ihre Kommunikationsprobleme und/oder Tinnitus-Belastung gelöst haben möchten und nicht, weil sie ihre Konzentration, Aufmerksamkeit oder Merkfähigkeit verbessern möchten. Das ist in den meisten Fällen lediglich ein positiver Zusatz-Effekt.
Viele weitere Anbieter von Hörtrainingsmaßnahmen werben damit, auf „wissenschaftlichen Grundlagen“ zu basieren oder „wissenschaftlich fundiert“ zu sein, was auch in den meisten Fällen stimmt. Nur sind „wissenschaftliche Grundlagen“ oder „wissenschaftlich fundiert“ keine Belege dafür, dass eine Methode (Hörtrainingsmaßnahme) an sich funktioniert und/oder auf Wirksamkeit untersucht wurde. Vielmehr sind es Verweise auf Sekundärliteratur, die ausschließlich besagt, dass Ähnliches schon einmal in einem anderen Zusammenhang untersucht wurde oder dass in der Maßnahme genutzte Testungen in anderen Bereichen standardisiert angewendet werden. Diese Fakten sind oft irreführend, da sie von Laien nicht richtig differenziert werden können. Dafür gilt es sensibel zu sein und Hintergründe genauer zu hinterfragen.
…In die Praxis: Wer mit einem Hörtraining oder einer Hörtherapie arbeitet, sollte darauf achten, ob das, was die Methode verspricht, auch gehalten werden kann. Generell gilt: ein Hörtraining ist besser als kein Hörtraining. Aber: Es gibt Unterschiede. Wer den Anspruch hat, (wissenschaftlich) fundiert zu arbeiten, sollte ganz genau hinschauen. Um das Gehirn bestmöglich zu stimulieren, ist tägliches Üben über einen Zeitraum von mindestens zwei Wochen essenziell.
Damit alle Vorteile einer Hörtherapie genutzt werden können, ist es unabdingbar, die Hörfilter bereits vor der eigentlichen Hörgeräteanpassung zu trainieren. Hierfür sollte zunächst ein klares Ziel darüber vereinbart werden, was der / die Kund*in bis wann in Bezug auf seine / ihre Hörgesundheit erreichen möchte. Ein strukturiertes Vorgehen für Kund*innen als auch für den / die Akustiker*in unterstützt dabei, das Ziel zu erreichen und bestmögliche Erfolge zu erzielen.
Mit der terzo®Gehörtherapie soll die individuelle Hörgesundheit wieder bestmöglich hergestellt werden. Das betrifft häufig das Sprachverstehen im Störgeräusch, aber auch eine Senkung von Tinnitus-Belastung. Beides kann nach den Ergebnissen einer klinischen Studie mit der terzo®Gehörtherapie erreicht werden. In dieser konnte zum einen gezeigt werden, dass die Tinnitus-Belastung signifikant und nachhaltig in nur drei Wochen gesenkt werden kann [7]. Zum anderen konnte die Wirksamkeit der terzo-spezifischen Hörgeräteeinstellung in Bezug auf eingeschränktes Sprachverstehen bei Tinnitus-Betroffenen sowie signifikante Verbesserungen des Sprachverstehens in Ruhe und im Störlärm, auch bei leichtgradigen Hörverlusten, gezeigt nachgewiesen werden [8].
…Ihr Vorteil: Wurde die Hörtherapie wissenschaftlich auf Wirksamkeit untersucht, hat das im Außen eine nicht zu unterschätzende Wirkung. Ein strukturiertes Vorgehen schafft Sicherheit auf beiden Seiten – sowohl beim / bei der Kunden / Kundin als auch beim / bei der Akustiker*in. Es wirkt vertrauenswürdig und kompetent auf Betroffene und löst ein Gefühl von „gut aufgehoben sein“ aus. Das ist gerade heute, wo Kund*innen mehr denn je vergleichen, Marktvorteil und Alleinstellungsmerkmal zugleich. Die terzo®Gehörtherapie ist bisher die einzige Rehabilitationsmaßnahme für hörbeeinträchtigte Menschen, die mit gezielter Fragestellung am Kunden-/(Patienten-)nutzen orientiert auf Wirksamkeit untersucht wurde.
Patientenzentriertes Arbeiten – Dienstleistung vor Produktverkauf
…Aus der Forschung: Patientenzentriert bezieht sich auf einen Ansatz in der medizinischen Versorgung, bei dem der / die Patient*in im Mittelpunkt steht. Es geht darum, eine partnerschaftliche Beziehung aufzubauen. Der / Die Patient*in wird als aktive*r Teilnehmer*in an seiner / ihrer eigenen Gesundheitsversorgung betrachtet, anstatt als passive*r Empfänger*in von Anweisungen und Behandlungen. Der patientenzentrierte Ansatz hat zum Ziel, die Patientenzufriedenheit zu verbessern, die Behandlungsergebnisse zu optimieren und die Effizienz des Gesundheitssystems zu steigern. Indem der Fokus auf den / die Patienten / Patientin gelegt wird, wird eine individualisierte und qualitativ hochwertige Versorgung angestrebt, die den Bedürfnissen und Wünschen des / der Einzelnen entspricht [9].
…in die Praxis: Distanzieren Sie sich davon, ausschließlich Produktverkäufer*in zu sein. Hörgeräte gibt es in allen Geschäften, und neuerdings auch online – dieselben Produkte zu etwas unterschiedlichen Preisen. Ihre Dienstleistung ist dagegen einzigartig. Werden Sie zum Rehabilitationsexperte mit ganzheitlichem Hörversorgungsansatz.
…Ihr Vorteil: Ihre Produkte sind vergleichbar, aber Ihr Handwerk ist es nicht. Treten Sie aus dem Schatten von Preiskämpfen und zunehmendem Wettbewerbsdruck! Machen Sie Ihre Fähigkeiten sichtbar und positionieren Sie sich. Schaffen Sie ein Alleinstellungsmerkmal, das auf Ihrer Dienstleistung beruht.
Interdisziplinäre Zusammenarbeit
…Aus der Forschung: Die Zusammenarbeit mit anderen Fachkompetenzen aus dem Bereich der Hörgesundheit ist eine der Voraussetzungen, um im Sinne von Betroffenen zu agieren. Sie sollten sich von dem Gedanken lösen, alle „Beschwerden“ eigenständig lösen zu müssen. Kompetenz zeigt sich nicht darin, alles allein stemmen zu können, sondern besonders auch darin, weitere Fachdisziplinen hinzuzuziehen und den eigenen Kompetenzbereich nicht zu überschreiten. Damit ersparen Sie Betroffenen oft lange Odysseen und kanalisieren in die richtigen Versorgungswege.
…in die Praxis: Schaffen Sie sich ein Netzwerk, auf das Sie bei Bedarf jederzeit zugreifen können. Im besten Fall ein Netzwerk aus Gleichgesinnten, in dem jeder Partner die gleichen Vorstellungen darüber hat, wie die bestmögliche Versorgung Betroffener auszusehen hat. Alles, was dafür notwendig ist, ist die Bereitschaft, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen.
…Ihr Vorteil: Sie können Verantwortung an die Stellen abgeben, zu denen sie gehört und somit wirkliche Hilfe leisten.
Wissenschaftsbasierte Hörakustik – passt das zu mir?
Sie wollen mehr sein als ein*e Produktverkäufer*in? Sie wollen immer nach aktuellem Kenntnisstand arbeiten? Sie sind bereit, individuelle Hörgesundheit als Ziel einer Hörversorgung zu definieren? Sie sind bereit über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen und Teil eines interdisziplinären Teams zu sein?
Dann nehmen Sie mit uns Kontakt auf!
Fazit
Hörtrainings werden heutzutage von vielen Hörakustiker*innen angeboten. Häufig wird dabei auch von „wissenschaftsbasiert“ gesprochen. Doch bezieht sich das in den seltensten Fällen auf das Hörtraining, sondern auf Sekundärliteratur, die besagt, das solch ein Vorgehen für die optimale Hörversorgung sinnvoll ist.
Eine echte wissenschaftsbasierte Hörakustik orientiert sich hingegen ständig am Status quo der wissenschaftlichen Erkenntnisse. Sie stellt zudem ein Hörtraining zur Verfügung, dessen Wirksamkeit selbst wissenschaftlich am Nutzen des / der Kund*in orientiert belegt wurde. Ein strukturiertes Vorgehen und ganzheitliche Beratung, die zum Ziel die individuell bestmögliche Hörgesundheit des / der Kund*in hat, machen ebenfalls eine gute wissenschaftliche Hörakustik aus.
Genau so arbeiten terzo-Zentren – und das bereits seit 2006.
Ihre Meinung und Erfahrung
Haben Sie schon einmal mit der terzo®Gehörtherapie gearbeitet oder setzen Sie sie aktuell ein? Wenn ja, wie waren oder sind Ihre Erfahrungen damit? Wenn nein, können Sie sich vorstellen, die terzo®Gehörtherapie Ihren Kund*innen anzubieten? Welche Erfahrungen haben Sie mit anderen Hörtrainings gemacht? Haben Sie sonstige Ideen, Wünsche, Anmerkungen?
Dann schreiben Sie uns in die Kommentare. Wir freuen uns auf den Austausch mit Ihnen!
Wir hören uns.
Ihr terzo-Team
Literaturangaben
[1] Kanfer FH ReineckerH Schmelzer D. (2000). Selbstmanagement-Therapie: ein Lehrbuch für die klinische Praxis. Berlin, Heidelberg: Springer-Verlag.
[2] Migge B. (2005) Handbuch Coaching und Beratung. Beltz. Weinheim.
[3] Becker P. (2012) Hörtherapie in der täglichen Praxis des Hörgeräteakustikers. Sprache, Stimme, Gehör 36
[4] Ulrich J, Hoffmann E (2011) Hörakustik 2.0-Theorie und Praxis 2. Auflage DOZ-Verlag.
[5] Hibbard JH, Green J (2013) What the Evidence Shows About Patient Activation: Better Health Outcomes and Care Experiences; Fewer Data on Costs in Health Affairs 32(2)
[6] Malins S, Moghaddam N, Morriss R, et al. Patient activation in psychotherapy interactions: Developing and validating the consultation interactions coding scheme. Journal of Clinical Psychology. 2020 Apr;76(4):646-658.
[7] Boecking B, Rausch L, Psatha S, Nyamaa A, Dettling-Papargyris J, Funk C, Brueggemann P, Rose M, Mazurek B. Hearing Therapy Improves Tinnitus-Related Distress in Mildly Distressed Patients with Chronic Tinnitus and Mild-to-Moderate Hearing Loss: A Randomized-Controlled Cross-Over Design. J Clin Med. 2022 Mar 22;11(7):1764. doi: 10.3390/jcm11071764.
[8] Boecking B, Rausch L, Psatha S, Nyamaa A, Dettling-Papargyris J, Funk C, Oppel K, Brueggemann P, Rose M, Mazurek B. DSLchild-Algorithm-Based Hearing Aid Fitting Can Improve Speech Comprehension in Mildly Distressed Patients with Chronic Tinnitus and Mild-to-Moderate Hearing Loss. J Clin Med. 2022 Sep 5;11(17):5244. doi: 10.3390/jcm11175244.
[9] Halid Bas; Was bedeutet «patientenzentriert»? Seminar an der 80. Jahresversammlung der Schweizerischen Gesellschaft für Allgemeine Innere Medizin (SGIM), 25. Mai 2012 in Basel